Bei der Planung einer Sanitärinstallation oder der Auswahl von Armaturen für Bad- oder Küchenprojekte ist das Verständnis der Größen- und Gewindenormen für Eckventile unerlässlich, um leckagefreie und vorschriftsmäßige Verbindungen zu gewährleisten. Eckventile sind Vierteldreh-Absperrventile, die dort eingesetzt werden, wo sich die Zuleitungen in der Regel ändern – typischerweise unter Waschbecken, Toiletten und Spülbecken. Ihre Abmessungen bestimmen direkt die Kompatibilität mit Rohren, Schläuchen und Armaturen im gesamten System. Die korrekte Einhaltung dieser Spezifikationen von Anfang an verhindert kostspielige Nacharbeiten und gewährleistet langfristige Zuverlässigkeit.
Der Markt für wINKELVENTILE umfasst Anwendungen im Wohn-, Gewerbe- und leichten Industriebereich, und die verfügbaren Größen- sowie Gewindeoptionen spiegeln diese Breite wider. Von der Einlassverbindung, die an den Wandversorgungsanschluss anschließt, bis zur Auslassverbindung, die einen flexiblen Schlauch oder ein starres Rohr aufnimmt, folgt jede Abmessung einem anerkannten Standard. Dieser Artikel erläutert, welche diese Standards sind, wie sie gemessen werden und warum ihre korrekte Zuordnung ein zwingender Schritt bei jedem Sanierungs- oder Badezimmerausbauprojekt ist.

Warum Größen- und Gewindenormen bei Eckventilen wichtig sind
Dimensionskompatibilität entlang der gesamten Lieferkette
Eckventile befinden sich an der Verbindungsstelle zwischen einem festen Rohrleitungssystem und einem beweglichen oder austauschbaren Armaturenanschluss. Da sie von zahlreichen Herstellern in verschiedenen Regionen gefertigt werden, ist ein gemeinsamer Satz von Maßnormen die Voraussetzung für die Austauschbarkeit. Ohne standardisierte Größen und Gewindeformen könnte ein in einem Land hergestelltes Ventilgehäuse physisch inkompatibel mit in einem anderen Land verkauften Zuleitungen sein, selbst wenn beide nominell als „gleiche Größe“ beschrieben werden.
Die Standardisierung vereinfacht auch die Wartung. Wenn ein Hausbesitzer oder Gebäudemanager ein verschlissenes Eckventil austauschen muss, kann ein passendes Ersatzventil von nahezu jedem Sanitärfachhändler bezogen werden – ohne Sonderanfertigungen oder Adapter. Diese einfache Austauschbarkeit beruht ausschließlich auf der Einhaltung anerkannter Größen- und Gewindenormen. Daher müssen Planer, Installateure und Einkäufer genau wissen, welche Normen für die von ihnen ausgewählten Eckventile gelten.
In der Praxis sind die gängigsten Einlassgrößen für Eckventile 1/2 Zoll und 3/8 Zoll (nominal), wobei 3/4 Zoll bei Anwendungen mit höherem Durchfluss im gewerblichen Bereich zum Einsatz kommt. Die Auslassgröße, die an den Zulaufschlauch zur Armatur angeschlossen wird, beträgt üblicherweise 3/8 Zoll (Außendurchmesser, Kompression) oder 1/2 Zoll, wenn ein höherer Durchfluss erforderlich ist. Diese Maße sind jedoch erst dann vollständig verständlich, wenn die zugrundeliegende Gewindeform bekannt ist.
Folgen von nicht übereinstimmenden Gewinden
Gewindefehler sind eine der häufigsten Ursachen für Montagefehler bei Eckventilen. Zwei Gewinde können mit bloßem Auge nahezu identisch aussehen, sich aber in der Steigung – der Anzahl der Gewindegänge pro Zoll – oder in der Gewindeform, die das Querschnittsprofil jedes Gewindes beschreibt, unterscheiden. Werden nicht passende Gewinde miteinander verbunden, kann eine Verbindung entstehen, die zunächst dicht ist, aber langsam Wasser verliert oder unter Druck plötzlich versagt.
Der wichtigste Unterschied bei Eckventilen liegt in der Gewindeart (konisch oder parallel). Konische Gewinde, wie beispielsweise NPT in Nordamerika, dichten durch die Keilwirkung des Konus ab, üblicherweise unterstützt durch Gewindedichtband. Parallele Gewinde, wie sie in BSP- und metrischen Systemen üblich sind, nutzen eine Dichtfläche oder Unterlegscheibe am Gewindeende anstelle des Gewindes selbst, um Druckdichtigkeit zu gewährleisten. Die Kombination eines konischen Außengewindes mit einem parallelen Innengewinde oder umgekehrt führt zu einer Verbindung, die unabhängig von der Menge des verwendeten Dichtmittels nicht zuverlässig abdichtet.
Wer diese Grundlagen vor dem Kauf von Eckventilen versteht, vermeidet unnötiges Rätselraten auf der Baustelle und spart sich die Verzögerungen und Kosten, die durch die Entdeckung von Inkompatibilität nach Beginn der Installation entstehen.
Standard-Einlassgrößen für Eckventile
Der 1/2-Zoll-Nennstandard
Die gängigste Einlassgröße für Eckventile in Wohnhäusern und kleineren Gewerbebetrieben ist 1/2 Zoll (nominal). Dies bezieht sich auf die Nennweite des Rohrs und nicht auf ein exaktes Maß, was häufig zu Missverständnissen führt. Bei NPT- und BSP-Systemen sind die tatsächlichen Gewindeabmessungen eines 1/2-Zoll-Fittings größer als 1/2 Zoll, da die Nennweite früher eher dem Innendurchmesser des Rohrs als dem Außendurchmesser oder Gewindedurchmesser entsprach.
Ein Eckventil mit 1/2 Zoll Nennweite wird typischerweise dort eingesetzt, wo der Wasseranschluss aus Wand oder Boden dem üblichen Wasserdruck und -durchfluss eines Haushaltsanschlusses entspricht. Diese Größe eignet sich für Toiletten, Waschbecken, Küchenspülen und Bidets. Die Nennweite 1/2 Zoll gilt sowohl für NPT- als auch für BSP-Gewindesysteme. Da sich die tatsächlichen Gewindeabmessungen jedoch geringfügig unterscheiden, reicht die Angabe der Größe allein nicht aus – die Gewindenorm muss ebenfalls geprüft werden.
Im metrischen Sanitärmarkt wird die entsprechende Größe oft als DN15 bezeichnet, was einem Nenndurchmesser von 15 mm entspricht. Eckventile, die in Europa und Teilen Asiens verkauft werden, tragen möglicherweise die Kennzeichnung DN15 anstelle von Zollangaben, werden aber häufig mit G1/2-BSP-Gewinden angeschlossen. Daher ist der Abgleich zwischen metrischer Größenangabe und Gewindebezeichnung wichtig, wenn Komponenten international beschafft werden.
Die 3/8-Zoll- und 3/4-Zoll-Varianten
Die Nennweite von 3/8 Zoll ist bei Eckventilen für Anwendungen mit geringem Durchfluss üblich, insbesondere bei Toilettenfüllventilen und einigen Waschbeckeninstallationen, bei denen die Zuleitung von einem 1/2-Zoll-Rohr auf einen kleineren flexiblen Schlauch umgeschaltet wird. Diese Eckventile verfügen oft über einen 3/8-Zoll-Einlass und einen 3/8-Zoll-Auslass mit Kompressionsanschluss (Außendurchmesser) und sind somit eine kompakte Lösung für beengte Platzverhältnisse unter Waschbecken.
Die Nennweite 3/4 Zoll kommt in gewerblichen Anwendungen und bei hohem Wasserdurchfluss zum Einsatz, beispielsweise bei gewerblichen Küchengeräten, Hausanschlüssen oder Mehrfachverteilern. Eckventile dieser Größe sind größer und schwerer, und das zum Betätigen unter vollem Leitungsdruck erforderliche Drehmoment ist höher. Planer gewerblicher Projekte sollten daher prüfen, ob die Installationsrichtlinien des Armaturenherstellers 3/4-Zoll-Eckventile vorschreiben, anstatt auf die üblicherweise im Wohnbereich verwendeten Größen zurückzugreifen.
Manche Eckventile sind mit einem 1/2-Zoll-Zulauf und einem 3/8-Zoll-Ablauf erhältlich und dienen als Reduzierventile. Dies ist besonders nützlich, wenn ein vorhandener 1/2-Zoll-Zulaufstutzen an eine moderne Armatur mit einem 3/8-Zoll-Kompressionsanschluss angeschlossen werden soll. Solche Reduzier-Eckventile sind weit verbreitet und gehören zu den praktischsten Größenkombinationen im Badezimmerbereich.
Gewindenormen für Eckventile
NPT: Der nordamerikanische Standard für Kegelgewinde
NPT steht für National Pipe Taper und ist das gängigste Gewinde für Eckventile in nordamerikanischen Sanitärinstallationen. NPT-Gewinde haben eine Konizität von 1:16, d. h. der Gewindedurchmesser ändert sich um 1 Einheit pro 16 Gewindeeinheiten. Durch diese Konizität verklemmen sich Innen- und Außengewinde beim Anziehen der Verschraubung. Diese mechanische Pressung bildet – in Kombination mit Gewindedichtband oder Gewindedichtmittel – eine druckdichte Verbindung.
Bei 1/2-Zoll-NPT-Eckventilen beträgt die Gewindesteigung 14 Gewindegänge pro Zoll (TPI). Bei 3/8-Zoll-NPT sind es 18 TPI. Diese Gewindesteigungen sind in ASME B1.20.1 definiert, dem maßgeblichen Standard für NPT-Abmessungen in den USA. Installateure in Nordamerika können in der Regel davon ausgehen, dass Eckventile aus dem Sanitärfachhandel diesem Standard entsprechen. Importierte Produkte, die außerhalb der üblichen Vertriebswege verkauft werden, entsprechen jedoch möglicherweise nicht diesem Standard. Daher ist die Überprüfung des Gewindes bei unbekannten Lieferanten wichtig.
NPSM ist ein verwandter Standard für Parallelgewinde, der gelegentlich bei Eckventilen zum Einsatz kommt, wo eine Dichtung mit Unterlegscheibe einer Kegeldichtung vorzuziehen ist. NPSM-Gewinde dichten nicht zuverlässig ab, wenn sie wie NPT-Gewinde montiert werden. Daher muss zur Bestimmung der Gewindeform eines bestimmten Ventils das Produktdatenblatt geprüft werden, anstatt sich allein auf eine Sichtprüfung zu verlassen.
BSP: Die britische Standard-Rohrgewindefamilie
BSP (British Standard Pipe) ist das Gewindesystem, das in Großbritannien, Australien, dem Großteil Europas und großen Teilen Asiens verwendet wird. Es gibt zwei Hauptformen: BSPT (konisch), das ähnlich wie NPT auf Gewindeüberschneidung zur Abdichtung basiert, und BSPP (auch als G geschrieben), das parallel ist und eine auf die Gewindefläche aufgesetzte Dichtung, einen O-Ring oder eine Unterlegscheibe verwendet.
Eckventile, die in BSP-Märkten verkauft werden, verwenden meist G1/2- (BSPP 1/2 Zoll) oder G3/8-Gewinde (BSPP 3/8 Zoll). Die Gewindesteigung von G1/2 beträgt 14 Gewindegänge pro Zoll (TPI) und entspricht damit der von NPT 1/2 Zoll. Daher werden die beiden Gewindearten manchmal verwechselt. BSP-Gewinde verwenden jedoch ein Whitworth-Gewinde mit einem Öffnungswinkel von 55 Grad, während NPT einen Öffnungswinkel von 60 Grad aufweist. Aufgrund dieses Unterschieds in der Gewindeform sind BSP- und NPT-Verschraubungen nicht austauschbar, selbst wenn die Gewindesteigung übereinstimmt.
Bei internationalen Projekten oder importierten Badarmaturen ist es entscheidend, die Gewinde der Eckventile (BSP oder NPT) zu überprüfen. Projekte mit importierten Duschsystemen oder Badarmaturen europäischer oder asiatischer Hersteller benötigen mit hoher Wahrscheinlichkeit Eckventile mit BSP-Gewinde, während nordamerikanische Sanitärinstallationen NPT-Gewinde erfordern. Die Verwendung beider Gewindearten ohne passende Adapter führt unweigerlich zu Installationsproblemen.
Metrische Gewinde und DIN-Normen
In einigen europäischen und asiatischen Märkten werden Eckventile nach metrischen Gewindenormen anstatt nach den Zoll-basierten Systemen BSP oder NPT gefertigt. Metrische Gewinde für Sanitärarmaturen entsprechen üblicherweise ISO 228 für Parallelgewinde oder ISO 7 für Kegelgewinde und werden mit dem Buchstaben „M“, gefolgt vom Nenndurchmesser in Millimetern und der Steigung in Millimetern pro Gewindegang, bezeichnet – beispielsweise M10x1 für ein Gewinde mit 10 mm Durchmesser und 1 mm Steigung.
Die in Deutschland entwickelten DIN-Normen haben in Kontinentaleuropa lange Zeit viele metrische Sanitärkomponenten regelt. Eckventile für den deutschen oder mitteleuropäischen Markt können daher neben oder anstelle der ISO-Kennzeichnung auch DIN-Bezeichnungen tragen. Obwohl die metrischen Gewindemaße nach DIN und ISO im Allgemeinen harmonisiert sind, können sich die Abmessungen des Ventilkörpers, die Sitzgeometrie und die Dichtungsart von vergleichbaren BSP- oder NPT-Produkten unterscheiden. Daher ist bei einem Austausch eine sorgfältige Prüfung der Spezifikationen erforderlich.
Eckventile mit metrischen Gewindeeinlässen sind in englischsprachigen Märkten weniger verbreitet, finden sich aber regelmäßig in hochwertigen Badarmaturen europäischer Hersteller. Beim Einbau solcher Ventile in ein Projekt mit zölliger Wasserversorgung sind metrische auf BSP- oder metrische auf NPT-Adapter erforderlich. Diese Adapter müssen ihrerseits für den Betriebsdruck des Versorgungssystems ausgelegt sein.
Auslassanschlüsse und Normen für Kompressionsverschraubungen
Dimensionierung des Kompressionsauslasses
Die Auslassseite der meisten Eckventile für Wohnhäuser ist mit einer Klemmringverschraubung anstelle eines Gewindeanschlusses versehen. Klemmringverschraubungen nutzen eine Dichtungshülse – einen kleinen Ring, der sich beim Anziehen der Überwurfmutter leicht verformt –, um eine Abdichtung um den Außendurchmesser des Zuleitungsrohrs herzustellen. Diese Konstruktion ermöglicht es, den flexiblen Schlauch oder das starre Rohr, das mit dem Eckventil verbunden ist, zu entfernen und wieder anzuschließen, ohne das Ventilgehäuse selbst zu beschädigen. Dies ist ein wesentlicher praktischer Vorteil bei Wartungsarbeiten und beim Austausch von Armaturen.
Die gängigste Anschlussgröße für Eckventile im Wohnbereich ist 3/8 Zoll Außendurchmesser (AD). Dieser Anschluss ist für einen Zulaufschlauch mit einem Außendurchmesser von 3/8 Zoll geeignet. Die zweithäufigste Anschlussgröße ist 1/2 Zoll AD. Diese findet sich bei Ventilen für Armaturen mit höherem Durchfluss oder wenn die Konstruktion einen größeren Schlauchdurchmesser erfordert. Die AD-Angaben beziehen sich auf den tatsächlichen Außendurchmesser des angeschlossenen Rohrs und nicht auf eine Nennweite. Dadurch lassen sie sich einfacher überprüfen als Nennweiten basierend auf Gewinden.
Bei der Auswahl von Eckventilen für eine Badezimmerausstattung ist die Abstimmung der Auslass-Kompressionsgröße auf den Durchmesser des Zulaufschlauchs genauso wichtig wie die Abstimmung des Einlassgewindes auf das Zulaufrohr. wINKELVENTILE eine Installation, die am Wandanschluss ordnungsgemäß angeschlossen ist, aber am Auslass eine nicht passende Kompressionsverschraubung verwendet, wird unter Betriebsdruck undicht.
Steck- und flexible Schlauchverbindungen
Neben herkömmlichen Kompressionsverschraubungen verfügen moderne Eckventile zunehmend über Steckanschlüsse, an die handelsübliche flexible Zulaufschläuche direkt angeschlossen werden können. Diese sind besonders bei Badsanierungen verbreitet, wo das Eckventil für die Verwendung mit einem ummantelten Edelstahlschlauch und einer vormontierten Überwurfmutter ausgelegt ist. Der Auslass ist in diesem Fall keine Kompressionsverschraubung im herkömmlichen Sinne, sondern eine bearbeitete Öffnung, die auf die Überwurfmutter des Schlauchs abgestimmt ist. Diese ist je nach Markt und Produktspezifikation typischerweise eine 1/2-Zoll-BSP- oder 3/8-Zoll-Flachsitzverschraubung.
Flexible Schlauchanschlüsse an Eckventilen müssen hinsichtlich Gewindenorm und Sitzgeometrie mit den Schlauchendverschraubungen kompatibel sein. Eine Schlauchmutter mit Flachsitz benötigt einen Ventilausgang mit Flachsitz; eine Schlauchmutter mit Kegelsitz benötigt einen Ventilausgang mit Kegelsitz. Die Verwendung eines Schlauchs mit Flachsitz an einem Ventilausgang mit Kegelsitz oder umgekehrt führt zu einer Verbindung, die unabhängig vom Anzugsmoment nicht richtig abdichtet. Die daraus resultierende Leckage kann so schleichend sein, dass sie unbemerkt Wasserschäden verursacht.
Planer und Installateure, die mit kompletten Badarmaturen-Sets arbeiten – einschließlich Duschsystemen, Waschtischarmaturen und den dazugehörigen Wasseranschlüssen – sollten prüfen, ob die für diese Armaturen vorgesehenen Eckventile mit den im Set enthaltenen Schlauchanschlüssen kompatibel sind. Dies ist insbesondere bei importierten europäischen oder asiatischen Badprodukten relevant, da die Schlauchanschlussnormen von den lokal erhältlichen Eckventilen abweichen können.
Auswahl des richtigen Eckventils für Ihre Anwendung
Anwendungen im Wohnbereich für Badezimmer und Küchen
Für Standardinstallationen in Badezimmern und Küchen in Nordamerika ist die gängigste Konfiguration ein 1/2-Zoll-NPT-Eingang mit einem 3/8-Zoll-Außendurchmesser-Kompressionsausgang. Diese Konfiguration eignet sich für Toilettenfüllventile, Waschtischarmaturen, Küchenarmaturen und die meisten Unterbaugeräte. Eckventile mit Gehäuse aus Edelstahl oder Messing in dieser Ausführung sind weit verbreitet, wobei Edelstahl in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit und Kondensation eine bessere Korrosionsbeständigkeit bietet.
In BSP-Märkten wie Australien und Großbritannien verwendet die entsprechende Standardkonfiguration ein G1/2-Eingangsgewinde und einen 3/8-Zoll- oder 15-mm-Außendurchmesser-Kompressionsanschluss. Die australischen Sanitärvorschriften schreiben beispielsweise vor, dass Eckventile für die Wasserversorgung eine WELS-Zertifizierung (Water Efficiency Labelling and Standards) aufweisen und den AS/NZS-Normen für Gewindeform und Druckstufe entsprechen müssen. Beim Import von Eckventilen für regulierte Märkte muss die Einhaltung der jeweils geltenden lokalen Norm geprüft werden, nicht nur die Maßkompatibilität.
Die Druckklasse ist neben Größe und Gewinde ein weiteres Auswahlkriterium. Die meisten Eckventile für Wohngebäude sind für Betriebsdrücke zwischen 10 und 25 bar ausgelegt, wobei 10 bar für den üblichen kommunalen Wasserdruck ausreichen. Hochhäuser, Druckerhöhungsanlagen oder gewerbliche Warmwasseranwendungen benötigen unter Umständen Ventile mit höheren Druckklassen. Die angegebene Druckklasse sollte daher vor der Anschaffung mit dem Betriebsdruck des Systems abgeglichen werden.
Gewerbliche und industrielle Aspekte
Die Einsatzmöglichkeiten von Eckventilen im gewerblichen Bereich gehen über einfache Absperrventile unter der Spüle hinaus und umfassen Geräteabsperrungen, Verteileranschlüsse und Chemikaliendosiersysteme. In diesen Bereichen erweitert sich das Größenspektrum auf 3/4-Zoll- und 1-Zoll-Nennweiten, und die Gewindenorm gewinnt besondere Bedeutung, da gewerbliche Rohrleitungssysteme häufig nach strengen Spezifikationen gefertigt werden, die die vollständige Einhaltung der NPT-, BSP- oder metrischen DIN-Normen ohne Abweichungen erfordern.
Die Materialauswahl beeinflusst auch die Dimensionierung von Eckventilen im gewerblichen Bereich. Gehäuse aus Edelstahl – typischerweise der Güteklasse 304 oder 316 – bieten eine Korrosionsbeständigkeit, die Messing in aggressiven Umgebungen nicht erreichen kann. Edelstahl-Eckventile sind in den gleichen Standardgrößen und Gewindeformen wie ihre Messing-Pendants erhältlich, wodurch Materialumstellungen unkompliziert sind, sobald die Maßvorgaben festgelegt sind.
Für industrielle Anlagen können Eckventile zusätzliche Zertifizierungen wie NSF 61 für den Kontakt mit Trinkwasser oder spezifische Druck-Temperatur-Kennlinien gemäß den Spezifikationen des Maschinenbaus aufweisen. In diesen Fällen ist die Norm für Größe und Gewinde nur ein Element umfassenderer Konformitätsanforderungen, und die Beschaffung sollte sich an den vollständigen Spezifikationen des Ventils und nicht allein an den Maßangaben orientieren.
Häufig gestellte Fragen
Welche Gewindegröße ist bei Eckventilen für Wohnhäuser am gebräuchlichsten?
Die gängigste Gewindegröße für Eckventile im Wohnbereich ist 1/2 Zoll (nominal). In Nordamerika entspricht dies 1/2 Zoll NPT (National Pipe Taper) und in BSP-Gebieten G1/2 Parallelgewinde. Diese Größe eignet sich für Anschlüsse an Toiletten, Waschbecken und Küchenspülen bei üblichem Wasserdruck im Haushalt. Die Nennweite 3/8 Zoll wird auch bei geringeren Durchflussmengen verwendet, insbesondere bei Ventilen, die einen 1/2-Zoll-Zulauf mit einem 3/8-Zoll-Ablaufschlauch verbinden.
Sind BSP- und NPT-Gewinde bei Eckventilen austauschbar?
Nein, BSP- und NPT-Gewinde sind nicht austauschbar, selbst wenn die Nennweite gleich erscheint. Beide Systeme verwenden 14 Gewindegänge pro Zoll bei einer Nennweite von 1/2 Zoll, jedoch verwendet BSP ein 55°-Whitworth-Gewinde, während NPT ein 60°-Gewinde aufweist. Aufgrund dieser unterschiedlichen Gewindegeometrie greifen die Gewinde zwar teilweise ineinander, können aber keine zuverlässige, druckdichte Verbindung herstellen. Um Komponenten der beiden Systeme zu verbinden, ist die Verwendung von Adaptern erforderlich, die speziell für die BSP-zu-NPT-Umwandlung ausgelegt sind.
Was bedeutet „Kompressionsauslass“ in der Spezifikation eines Eckventils?
Ein Kompressionsanschluss bedeutet, dass der Auslass des Ventils über eine Kompressionsverschraubung mit dem Zuleitungsschlauch oder -rohr verbunden wird. Beim Anziehen der Überwurfmutter wird ein Klemmring um den Außendurchmesser des Schlauchs gepresst und dichtet so ab, ohne dass Gewindedichtmittel benötigt wird. Die Auslassgröße, üblicherweise mit 3/8 Zoll oder 1/2 Zoll Außendurchmesser angegeben, bezieht sich auf den Außendurchmesser des Schlauchs oder Rohrs, den die Kompressionsverschraubung aufnimmt. Kompressionsanschlüsse ermöglichen das Trennen und Wiederanschließen des Zuleitungsschlauchs, ohne das Ventilgehäuse zu beschädigen, was den Austausch der Armatur vereinfacht.
Wie kann ich überprüfen, welche Gewindenorm für ein importiertes Eckventil gilt?
Die zuverlässigste Methode ist die Überprüfung des Produktdatenblatts oder des technischen Datenblatts des Herstellers. Dort sollte die Gewindenorm – z. B. NPT, BSPP, BSPT oder ISO-metrisch – zusammen mit der Nennweite angegeben sein. Eine physische Überprüfung kann mit einer Gewindelehre erfolgen, die sowohl die Gewindesteigung als auch den Gewindewinkel misst. Stimmen nur die Steigung, nicht aber die Gewindeform überein, stammen die Gewinde aus unterschiedlichen Normen und dürfen nicht ohne einen passenden Adapter verbunden werden. Bei kritischen Installationen ist es am sichersten, die Gewindekompatibilität vor der Montage von einem qualifizierten Installateur prüfen zu lassen.
